Palästina

Deutsch-Palästinensischer Länderkreis

Leitung: Dr. Omar Al Ghawi, Dr. Hisham Hammad, Barbara Heinz

Video-Statement und aktuelles Interview

Reiseberichte:
Ruhrnachrichten, Mai 2016 - Echo der Vielfalt, Juli 2016

Bilder:
Links: Gründung des Deutsch-Palästinensischen Länderkreises © Alex Völkel
Rechts: Erzbischof von Jerusalem in Dortmund © Victoria Kazachkova

Gründung des Deutsch-Palästinensischen Länderkreises Bild: Alex Völkel
Erzbischof von Jerusalem in Dortmund (Bild: VIctoria Kazachkova)


„Wenn die Politik im Großen versagt, kann Veränderung immer nur im Kleinen beginnen“, mit diesen Worten eröffnete Präsident Klaus Wegener die Gründungsveranstaltung des deutsch-palästinensischen Länderkreises in der Auslandsgesellschaft. Es ist nun der 28. Länderkreis und ein weiterer Schritt zu einem erfolgreichen Miteinander.Vorab gab es viele Diskussionen: ist es möglich einen derartigen Länderkreis zu gründen? Wie sieht eine Kooperation zu dem bereits existierenden Länderkreis Israel aus? 35 Mitglieder und interessierte Bürger nahmen am 15. April an der Gründungsveranstaltung teil.

Unter den Mitgliedern befanden sich auch Leiter anderer Länderkreise, wie zum Beispiel der Türkei, Griechenland und sogar Israel. Alle baten ihre Hilfe und Unterstützung an, es herrschte eine erwartungsvolle Stimmung. Einstimmig wurden Dr. Hisham Hammad (Kieferorthopäde und Mitglied der Palästinensischen Gemeinde), Dr. Omar Al Ghawi (ebenfalls Mitglied der Palästinensischen Gemeinde Dortmund) und Barbara Heinz (Mitglied der Auslandsgesellschaft und des Integrationsrates) als Länderkreisleiter gewählt.

„Wenn du einen Wandel auf der Welt willst, musst du selbst der Wandel sein “, zitierte Dr. Hammad den indischen Revolutionär und Widerstandskämpfer Gandhi. Er machte deutlich, dass das Ziel der Gründung ein erfolgreiches und friedliches Miteinander sei: „Wir wollen keine Propaganda, wir wollen Sympathie“. Ein zentraler Punkt sei der Jugendaustausch, so Hammad, weil die meisten Jugendlichen in dem Gebiet nur Krieg, Besatzung und Unterdrückung kennen. Die Jugend solle die Mauer überwinden und das Leben außerhalb des Krieges kennenlernen. Dr. Hammad betonte, dass Tabus gebrochen werden müssen und man auch über das „Hässliche und Schlimme auf der Welt“ reden müsse.

Die Entscheidung dieser Gründung basiere auf Vertrauen und jahrelanger Zusammenarbeit. Präsident Wegener verdeutlichte, dass durch engagierte Mitarbeiter und Mitglieder ein Stück Gerechtigkeit geschaffen werden kann. Die Auslandsgesellschaft freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Länderkreis.